Bewusstlust Geschichte

Bewusstlust – Meine Geschichte

Wie kam es zur Bewusstlust? Du denkst, Emotionen seien überbewertet? In Wahrheit sind sie alles, was wir haben. Der Weg zu Minimalismus und einer bewussten Lebensführung führt oft über Umwege. Das ist die Geschichte meines Weges und die Entdeckung der Bewusstlust.

Während mich Reisen und vegetarische Ernährung von jeher interessierten, war das mit dem Minimalismus nicht immer so. Als Kind liebte ich das große Chaos und ich sammelte so ziemlich alles vom leeren Joghurtbecher bis zum Buch. Später würde man es sicher irgendwann brauchen.

Es sind die schöpferischen Tätigkeiten, die am Ende in Produkten und nicht in Konsum resultieren.

Auch als Teenager setzte ich diesen Konsum orientierten Lebensstil fort. Nicht, dass ich keine Fragen gestellt hätte. Mit 15 begann ich zu schreiben und die Fragen überrollten mich förmlich. Vielleicht waren es zu viele Fragen, um meine Rebellion eine super Zeit zu nennen. Mit dieser Erfahrung bin ich sicher nicht allein? Glück war für mich lange Zeit das erfüllende Gefühl zwischen den Worten. Schreiben war und ist für mich Glück, da ich beim Schreiben immer ganz und gar bei mir bin. Für Dich ist es vielleicht die Musik, Theater spielen, Malen oder Nähen? Es sind die schöpferischen Tätigkeiten, die am Ende in Produkten und nicht in Konsum resultieren.

Gefühle treiben uns an
Der Fokus auf weniger ging für mich mit dem Tod meines Vaters einher. Auf einmal ließ sich eine entscheidende Erkenntnis nicht länger von der Hand weisen: Niemand kann letztendlich etwas mitnehmen. Alles bleibt so wie es ist. Nur die Perspektive ändert sich. Zum ersten Mal fühlte ich die Sehnsucht nach Leere, Stille und Klarheit. Diese Klarheit sollte in meinem Kinderzimmer beginnen, als ich mich im Schnellverfahren von so vielen Dingen befreite, bis ich wieder das Echo hören konnte.

Mein Studium war geprägt von den Glaubenssätzen meiner Eltern: Aufstieg durch Leistung und Bildung ist alles, was Du brauchst, um es im Leben einmal weiter zu bringen. Ich glaubte daran und hatte stets ein klares Ziel vor Augen: Karriere, Weltreisen, finanzielle Unabhängigkeit, die Freiheit wählen zu können, den Traumjob – doch welcher ist das, wenn man seine Träume eben erst entdeckt? Mit mehr oder weniger klaren Vorstellungen startete ich in die Zukunft.

Gefühle ändern sich
Schreiben wollte ich, rechnen sollte ich. Es kommt so anders als man denkt. Germanistik, China, Wirtschaftsrecht, Gedichte, Indonesien, Marketing, ein Startup am anderen Ende der Welt, ungezählte Überstunden und alles ist ein Teil von mir. Meine Eltern sollten Recht behalten: Leistung und Bildung ist wichtig, um es im Leben weiter zu bringen. Nur das Wohin sollte einem dabei immer klar sein. Ich wollte nie besser rechnen als schreiben können. Deshalb liebe ich meinen Blog. Er ist mein Ausgleich und seit zehn Jahren schreibe ich bereits für eine Schublade, die ich hier und jetzt auf Bewusstlust.de öffnen kann.

Zu kurz ist das Leben, um es vor allem mit dem Verwalten und Erhalten von Dingen zu verbringen.

Zugleich erweckt die knappe Freizeit die Minimalistin in mir zu neuem Leben. Zu kurz ist das Leben, um es vor allem mit dem Verwalten und Erhalten von Dingen zu verbringen. Ich habe Lust auf ein bewussteres Leben! Mich fragen, was wirklich wichtig ist und mich dann in meinem Tempo von Ballast befreien – das ist die simple Strategie. Leichter gesagt als getan, denkst Du? Dann würde ich mich freuen, wenn ich Dir auf Bewusstlust.de hilfreiche Inspiration geben kann. Weder Zeit noch Zahl sind hier das Ziel, sondern das Finden Deines individuellen Konsum-Wohlfühlgewichts. Das will heißen, Du gewinnst wieder Zeit für Dich und die Menschen, die Dir wirklich am Herzen liegen. Das bedeutet eben nicht, dass Du das Echo in Deinen Räumen wieder hören musst, um glücklich zu sein. Die Dosis macht das Gift, meinte Hippokrates einst und nicht nur beim Essen macht das Sinn. Auch Aufräumen sollte man nicht übertreiben, bevor es die Grenze zwischen Befreiung und Verlustschmerz übertritt.

Minimalistisch, neugierig, kreativ, nachdenklich und weltoffen fühle ich die Lust auf ein bewusstes Leben.

Alles was wir haben, schaffen wir selbst.
Was man uns nimmt, was wir auf einer langen Reise verlieren – diese Veränderungen können wir nicht beeinflussen. Wenn wir es jedoch schaffen, selbst der Auslöser der großen Veränderungen zu sein und auf unser Leben vertrauen…? Menschen kommen und gehen. Beeinflussen können wir dieses Zeitintervall durch einen gesunden Lebensstil und noch viel mehr durch einen glücklichen Lebensstil. Minimalistisch, neugierig, kreativ, nachdenklich und weltoffen fühle ich die Lust auf ein bewusstes Leben. Mein Vater hat in mir die Bewusstlust geweckt, entdecken kann sie jeder nur für sich selbst.

Rebecca

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