Hula Hoop Multitasking für Top und Körper

Hula Hoop: Multitasking für Kopf und Körper

Eine meiner Eigenarten, die Freunde und Familie zum Grinsen bringt, ist meine ungebrochene Freude an Hula Hoop im Wohnzimmer. Seit ich mit sieben Jahren das erste Mal den Reifen meiner Cousine in die Hände bekam, hat es mich viel Überzeugungsarbeit und Übung gekostet, um A) selbst einen Hula Hoop Reifen zu bekommen und B) diesen länger als drei Sekunden auf Taillenhöhe zu halten.

Seit wann gibt es Hula Hoop?
In Mode kam Hula Hoop 1958, als der kalifornische Spielzeughersteller Wham-O Corp. binnen weniger Monate 25 Millionen Kunststoffreifen unter dem Namen „Hula Hoop“ verkaufte. Hula steht für den hawaianischen Tanz und Hoop für das englische Wort für Reifen. Wenig später kam der Trend auch in Deutschland an und allerorts wurde Dauerhullahoop, das Jonglieren mit Reifen sowie die Entdeckung anderer Kunststücke gefeiert.

Geschicklichkeit und Stärkung der Muskulatur
Am Anfang war Hullahoop kein leichtes Unterfangen, aber jedes „Lass mich auch mal – gib mal her“, das ich an meine Cousine richtete, bestärkte meinen unbedingten Willen diese Geschicklichkeitsübung zu perfektionieren. Damals war mir das Material des Reifens herzlich egal, aber inzwischen gibt es neben den traditionellen Varianten aus Holz oder Kunststoff auch Modelle mit Gewichten, Massagenoppen oder leichter Vibration, die das Training effektiver machen sollen.

Mit 400 bis 850 kcal in der Stunde lässt der Reifen beschwingt die Pfunde schmelzen. Der Kalorienverbrauch variiert natürlich je nach Körpergröße, Gewicht und Bewegungsintensität. Der Stoffwechsel wird dank der gleichmäßigen Rhythmik angeregt, aber vor allem stärkt das rhythmische Schwingen Bauch, Beine, Po sowie die Rückenmuskulatur.

Konzentrationssteigerung durch rhythmisches Schwingen
Das Schöne an Hula Hoop ist, dass es ganz beiläufig passieren kann. Vorausgesetzt dessen, dass man den Dreh einmal raus hat. Beim Fernsehschauen, lesen, lernen kann Hula Hoop eine angenehme Begleitung sein. Bezüglich lernen bin ich ein großer Fan des Reifens. Nicht nur, dass die Bewegung den Geist wach hält, sondern sie gibt dem Geist zugleich einen Lernrhythmus vor. Für mich hat es sich bewährt Vokabeln oder Vorträge beim Hula Hoop zu lernen, weil ich sie mir dabei besonders leicht merken kann. Der Kopf passt seinen Denkrhythmus an den Bewegungsrhythmus an, was das auswendig lernen erleichtert. Wer will, der bringt mit Hula Hoop neben der Figur auch den Kopf in Form. Aus meiner Sicht ist es das Sportgerät überhaupt für Minimalisten und auch alle anderen, weil der Hula Hoop so vielseitig ist.

Mein erster Hula Hoop
Zum 10. Geburtstag wünschte ich mir meinen eigenen Hulla Hoop Reifen. Meinen Eltern zeigte ich im Spielwarenladen den perfekten Reifen. Das war im März. Dann wartete ich geduldig bis zu meinem Geburtstag im Juli. Ich habe vergessen, was ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, aber es war kein Hulla Hoop. Verwirrt und enttäuscht grübelte ich, ob der Hula Hoop dann zu Weihnachten anrollen würde. Eine glückliche Fügung, dass meine Mutter im September den Speicher betrat und über den bereits gekauften Reifen stolperte. „Mensch“, sagte sie, „den haben wir hier ja ganz vergessen!“ So bekam ich also endlich den lang ersehnten eigenen Hula Hoop. Das Training im Wohnzimmer konnte beginnen.

Hoopilates
Wem Hula Hoop allein mit der Zeit zu langweilig ist, der kann sich auch in Neuinterpretationen wie Hoopilates versuchen. Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich dabei um die Kombination von Hula Hoop mit Pilates. Es klingt lustig und macht richtig Spaß.

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