Schwarz ist keine Farbe sondern ein Stil

Schwarz ist keine Farbe, sondern ein Stil

Alles in schwarz – kannst Du Dir vorstellen keine Farben mehr zu tragen? Würde Dir bunte Kleidung fehlen? Was macht es mit deiner Stimmung und dem Körpergefühl?

Warum ich keine Farben mehr trage, liegt sicher nicht an einer düsteren Geisteshaltung. Zudem muss ich korrigieren: sehr vereinzelt gibt es noch Farbe in meinem Kleiderschrank. Eine Tasche, einige Schuhe, Schals und Schmuck bleiben farbige Highlights. Auch ein rotes Kleid ist ein Lieblingsstück, das gemeinsam mit ein paar Urlaubskleidern Farbe ins Dunkel bringt.

Vor zwei Jahren noch, war mein Kleiderschrank ein wohlsortierter Farbübergang von weiß über gelb, rot, beige bis hin zu türkis und schwarz. Farbe habe ich oft und gerne getragen, bis mir bewusst wurde, wie viel Zeit ich allein mit der Auswahl des täglichen Outfits verbracht habe.

Der große Vorteil einer einfarbigen Garderobe ist die Zeitersparnis und Vereinfachung. Die Qual der Wahl bleibt bestehen, aber begrenzt sich auf ein sehr übersichtliches Feld, in dem es mehr um Form und Design als um die richtige Farbharmonie geht. Das Outfit für den nächsten Tag ist rasch bereitgelegt und die Frage nach der Kombinationsfähigkeit erübrigt sich. Schwarz passt zu Schwarz und Schwarz passt zu Accessoires in allen Farben.

Einfarbig bedeutet nicht gleich eintönig. Material sowie Oberflächenstruktur bestimmen ebenso den perfekten Look. So ist Struktur eine willkommene Abwechslung für das Auge, sofern sie bewusst eingesetzt wird. Ein Look wirkt schnell überladen, wenn mehr als ein Kleidungsstück strukturiert ist. Ein gestrickter schwarzer Pullover wirkt zum Beispiel solange elegant, bis darüber ein gehäkelter Schal getragen wird. Mehr als ein Muster ist schnell zu viel.

Schwarze Kleidung verbreitet überdies eine angenehm zeitlose Eleganz. Es gerät nie aus der Mode und zeugt von einem klassischen Stil. Ganz subjektiv verbinde ich mit schwarzer Kleidung Stärke und ein ausgeglichenes Körpergefühl. Es ist unmöglich in Schwarz unangemessen gekleidet zu erscheinen, sofern man sich auf die Farbwirkung beschränkt. Rote oder Gelbe Kleidung hingegen sind für das Auge häufig eine mehr oder weniger angenehme Provokation.

Früher sagten die Leute: Beige ist keine Farbe, sondern wird es von ganz allein.
Ich sage heute: Schwarz ist keine Farbe, sondern ein Stil.

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