Unbezahlbares schenken

Unbezahlbares schenken

Zu Weinnachten tun wir es, zu Muttertag, zu Ostern wieder, zum Geburtstag sowieso und zum Valentinstag auch: Schenken. Wie oft kaufen wir Blumen, Schokolade und Mitbringsel, um die uns niemand gebeten hat? Ja, eine Freude machen ist die eine Sache, aber wie leicht kann man mit den materiellen Bedürfnissen des anderen daneben liegen?

Meist kennt man die wahren Wünsche des anderen nicht. Zudem können die Wünsche entsprechend einer anderen Lebenswelt sehr unterschiedlich ausfallen. Besonders drastisch habe ich das letztes Jahr im August erfahren: In Nagekeo  (Indonesien) kennen die Kinder kein Haribo. Als Lieblingsessen nennt mir mein Patenkind Porridge mit Fisch. Das würde sich ein deutsches Kind im Traum nicht wünschen. Öl, ein Sack Reis, Kaffee und Zahnpasta sind in Nagekeo das perfekte Geschenk. Was ist es hier in unseren Breitengraden? Verschenke Dinge ohne Nachricht, ohne Kern – oder unbezahlbar. Von Herzen soll es kommen, doch was tut das schon? Hier die schönsten Ideen für materielle Minimalisten, die reich an Herz und Werten sind:

  • Eine Massage ist in hektischen Zeiten ein echter Luxus, der Entspannung schenkt. Wer zudem für eine passende Atmosphäre mit Kerzenschein und angenehmen Duftölen sorgt, rundet das Erlebnis für den Beschenkten ab. Abgesehen von Ruhe und Geborgenheit, schafft die Massage im Idealfall einen klaren Kopf.
  • Die Entführung und Verführung zu einem gemeinsamen Sonnenuntergang ist etwas Wunderbares. Kein Anblick, der mehr Schönheit verspricht. Kein Licht, das die Haut weicher zeichnet. Sonnenaufgänge und -Untergänge sind sicherlich die romantischsten Momente des Tages, die nur auf offene Augen warten.
  • Ein Song mit oder ohne Text, mit oder ohne instrumentale Untermalung. Ein kreatives Geschenk, das man nur einmal im Leben erhält. Sehr persönlich und zugleich ein unvergesslicher Moment.
  • Eine gemeinsame Reise ist wohl die intensivste Erinnerung, die man teilen kann. Neben der gemeinsam verbrachten Zeit, bleiben die Erlebnisse in der Fremde stets als außergewöhnlich und einzigartig in Erinnerung. Nicht umsonst wird der Tapetenwechsel im Urlaub empfohlen – der Alltag ist mental und geographisch weit entfernt. Perfekt, um sich fallen zu lassen.
  • Gemeinsam träumen macht glücklich. Es müssen nicht immer gleich konkrete Pläne und Ziele sein. Schön, wenn sie daraus entstehen, aber der große Glücksbringer sind die gemeinsamen Träume. Übersetzt signalisieren sie: Ich will noch mehr mit Dir teilen und erleben. Für den einen ist es die konkrete Frage „Willst Du mit mir zusammenziehen?“, für den anderen bedeutet es sich eine zukünftige gemeinsame Wohnung einfach nur auszumalen.
  • Nach einem anstrengenden Tag mit dem Lieblingsessen bei Lieblingsmusik empfangen zu werden, ist vermutlich die schönste Energiespritze. Jemand hat aktiv an Dich gedacht und den Wunsch Dich wieder aufzubauen. Was willst Du mehr?
  • Gemeinsam die Augen schließen und sich an den Händen fassen. Nicht nur, dass man sich dadurch einander ausgesprochen verbunden und nah fühlt, sondern zudem werden dadurch die Chakras (Energieströme) aktiviert. Eine leise, aber intensive Geste, die glücklich macht.
  • Es klingelt an der Tür. Ihr wartet auf niemanden. Ihr lauft zur Tür und hört „Überraschung!“. In Zeiten von Smartphone und Co etwas aus der Mode gekommen, aber es gibt ihn noch: den Überraschungsbesuch. Glücklich macht er die meisten vermutlich immer noch.
  • Klassisch, aber unvergessen schön: der Liebesbrief. Dabei ist zu beachten, dass er schnell zu kitschig wird. Daher unbedingt beim Überlesen in den Empfänger einfühlen. Es ist erlaubt, was gefällt, doch meist ist weniger mehr.

Habt ihr mitgezählt? Zu den Top 10 fehlt noch eine zehnte Geschenkidee. Freue mich über eure Ideen. Die beste 10. Idee nehme ich gerne als Zitat in die Liste mit auf. 

Comments

  1. Pingback: Neu hier? Was erwartet Dich? | Bewusstlust

Jetzt kommentieren