Wie sieht ein befreites Wochenende aus

Wie sieht ein befreites Wochenende aus?

Wochenende? Wann ist wieder Freizeit? Nein, Du willst nicht Shopping-Queen und Instock Manager deines Kleiderschranks sein! Die Liebe zum Krimskrams kann ein zeitintensiver Nebenjob sein, der noch nicht einmal bezahlt wird sondern Zeit, Geld und Nerven kostet.

Meine Strategie ist es mich jeden Abend mit der Frage zu konfrontieren, welche drei Gegenstände ich nicht vermissen würde. Aus den drei Gegenständen werden in den letzten Wochen und Tagen täglich mehr.

Es gibt Minimalisten, die einmal die Wohnung ausräumen und sich dann von heute auf morgen auf hundert Dinge oder weniger reduzieren. Das wäre mir zu radikal. Viel mehr sehe ich die Befreiung von materiellen Dingen als währenden Prozess an.

Auf diese Weise habe ich mich nach und nach von einem Großteil meiner Dinge getrennt. Eine Strategie und Übersicht zu Status Quo wird in den nächsten Tagen folgen. Die Komplexität hat so deutlich abgenommen und ich gewinne Zeit, wieder das Leben an sich und weniger die Dinge darin zu genießen.

Die Freude an Dingen ist etwas sehr Schönes, aber wenn es von allem zu viel wird, kann das belasten. Wie betäubt drehen sich alle Tätigkeiten um die Verwaltung und Erhaltung von Krimskrams, der zum Leben nicht notwendig sind, aber uns für den Moment reicher machen will. Mit der Zeit fühlen wir uns unzufrieden und sinnentleert. Die kurzfristige Lösung der Werbung liegt darin noch etwas mehr zu kaufen, um wieder glücklich zu sein.

De facto trennt man sich von Dingen, um wieder zu sich selbst zu kommen. Grund genug, warum genau jetzt dieser Blog entsteht: Es bleibt auf einmal wieder Zeit und vor allem Inspiration für meine Interessen.

Doch zurück zur Frage, wie das befreite Wochenende aussieht: Was sich die Woche über an Dingen aussortieren ließ, sucht am Wochenende einen sinnvollen Absatzkanal. Sinnvoll sind all die Wege, die nicht nach Mülltonne aussehen und nach dem Lächeln eines anderen aussehen. Folgende Kanäle bieten sich an:

  • Freunde, Nachbarn oder Familienangehörige beschenken. Dabei sollte beachtet werden, dass man den Lieben nicht Dinge aufdrängt, für die sie keine Verwendung kennen.
  • Flohmärkte sind der traditionelle Weg, um sich von Kleinkram zu befreien. Funktioniert zudem auch bei nicht Markenartikeln und das Lächeln des Käufers folgt unmittelbar.
  • Auf momox.de lassen sich unkompliziert Bücher, Medien und Kleidung verkaufen. Der Ankaufspreis reicht von ein paar Cent für Bücher bis hin zu zweistelligen Euro-Beträgen für Designer-Kleidung. Es wird nicht alles angenommen.
  • Kleiderkreisel.de oder Kleinanzeigen.de bieten Plattformen an, auf denen ihr umsonst Bilder von gebrauchten Dingen hochladen könnt und zum Verkauf anbieten könnt. Herausforderung dabei ist, dass die Sachen in der materiellen Flut nicht untergehen und tatsächlich gefunden werden. Das setzt meist voraus, dass ihr Artikel mehrfach einstellt, um auch immer in den Top-Platzierungen sichtbar zu bleiben.
  • Ebay.de ist die Plattform, auf der sich alles einstellen lässt. Zu berücksichtigen ist, dass prozentuale Einstellungs-Gebühren bei ebay sowie gegebenenfalls auch bei Zahlung via Paypal anfallen.
  • Secondhand-Stores haben inzwischen manchmal online-Ankaufsmöglichkeiten. Dieser Kanal eignet sich vor allem bei Designer-Markenkleidung. Anderes wird meist nicht mehr angenommen.

Befreit und zufrieden mit meiner Bewusstlust-Session am Wochenende bin ich heute in die Woche gestartet. Vom Boxhandschuh bis zum Jimmy Choo Stiletto habe ich mich in Summa die letzten beiden Tage von 40 Dingen getrennt.

Wie schafft ihr euch Raum zum Durchatmen? Fallen euch noch andere Seiten oder Plattformen ein, über die ihr euch von überflüssigen Dingen befreit?

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